Die Idee, die dem Programm des Schardt Verlags zugrundeliegt, ergab sich einerseits aus dem Profil des seit 1987 bestehenden Igel Verlags, den Inhaber Michael Schardt schon zehn Jahre lang vor Gründung des Schardt Verlags führte, und andererseits aus der Beobachtung des Marktes und der Bedürfnisse der Leser. Veröffentlichte der Igel Verlag hauptsächlich literarische Werke zu Unrecht vergessener, in deutscher Sprache schreibender jüdischer Autoren sowie wissenschaftliche Arbeiten vorwiegend aus dem Bereich der Germanistik, so fanden zeitgenössische Schriftsteller in diesem speziellen Nischenprogramm keine Aufnahme. Die zahlreich eingehenden Manuskripte mussten daher durchweg abgelehnt werden. Während die Marktfähigkeit des Igel-Programms immer schon schwierig war und zusehends schwieriger wurde, zeigte sich im Kaufverhalten der Leser in den neunziger Jahren, dass gehobene Unterhaltung und (auto-)biographische Literatur immer mehr gefragt waren. Selbst die Lyrik zeitgenössischer Dichter fand wieder mehr Aufmerksamkeit. An guten Werken mangelte es nicht, vor allem nicht im Bereich der regional verorteten Romane und Krimis. So drängte sich Michael Schardt die Gründung eines zweiten Verlags, der sich deutlich vom Igel Verlag abgrenzte, praktisch auf. Im März 1998 wurde der Plan in die Tat umgesetzt. Eine Bewertung dieses Konzepts nach zehn Jahren Verlagsexistenz verfasste der Fachjournalist und Buchautor Wolfgang Körner 2007 für das Buchjournal. Dieses Verlagsporträt findet sich hier.