Jörn Birkholz’ namenloser Held betrachtet mit lakonischem Blick sei-ne Welt aus anspruchsvoller Ziellosigkeit und einer Tristesse Royal in Reinkultur: Mit erfrischender Komik erzählt Deplatziert von einer Aneinanderreihung unerwarteter, skurriler Schicksalswendungen und zeichnet gleichzeitig ein stimmungsvolles Porträt einer Thirtysomething-Generation, die sich weigert, sich jenseits ihres Langzeitstudentendaseins dem Leben zu stellen. Da gilt es, sich mit der Rebellion gegen Borniertheit und Alltagstrott, die von Beziehungsenden, Magisterarbeit-Desastern, polnischen Kettensägenmassakern, schlechten Konzerten, und noch schlechteren Partys geprägt ist, auseinanderzusetzen. Doch wird der Aufstand gegen das Establishment von Erfolg gekrönt sein? Jörn Birkholz, Jahrgang ̒72, lebt in der Hansestadt Bremen. Er studierte Geschichts- und Kulturwissenschaften und ist seit 2007 für das Geschichtskontor Bremen/Walle tätig. Deplatziert ist sein Debütroman. Für echte Zyniker ist"Deplatziert" zweifellos lustig nach dem Motto: "Was es für Leute gibt!" Und wer es gerne skurill und sarkastisch mag, dem empfehle ich dieses Buch. Für sensible Seelchen wie mich war es stellenweise zu starker Tobak. Andrea Herrmann, "Veilchen" Tatsächlich habe ich "Deplatziert" mit gewissem Vergnügen gelesen. Zwar tat ich die ersten Blätter ab, "ah, wieder ein, Adoleszenz abarbeitender Ich-Erzähler", kam hernach zunehmend in Leselaune ... Michael Schönauer KILLROY media "Deplatziert" zeichnet sich durch milieusichere Dialoge aus. Besonders hervorzuheben ist der nüchterne Blick für trockene Komik. Letztere ist so erfrischend, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen mag, das sicherlich ein Gewinn (nicht nur) für alle "Spätjugendlichen" ist. Gespickt mit humorigen Einlagen reiht sich "Deplatziert" ein zwischen S. Regener, T. Jaud und C. Moore. Birkholz ist ein unterhaltsames Werk gelungen, das gleichsam im Bodenlosen endet und so innehalten lässt. Stefan Fassel Wenz WENZ Verlag